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Steildach · Schweiz

Steildach – Eindeckung & Unterhalt

Steildächer prägen viele Ortsbilder in der Schweiz. Eine intakte Eindeckung schützt das Haus zuverlässig und erhält den Charakter des Gebäudes.

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Worum es geht

Material, Neigung und Aufbau richtig verbinden.

Ob Tonziegel, Betonziegel, Schiefer oder Faserzement: Material, Neigung und der bestehende Aufbau bestimmen die passende Lösung. Bei älteren Gebäuden spielen zudem Unterdach, Dämmung und allfällige Vorgaben des Ortsbildschutzes eine Rolle.

  • Ziegel und Eindeckung
  • Unterdach und Dämmung
  • First, Kehlen und Anschlüsse
  • Kontrolle und Unterhalt
Steildach – Eindeckung & Unterhalt: sorgfältig ausgeführte Dachanschlüsse

Typische Anzeichen

Wann Sie handeln sollten

Verschobene Firstziegel
Undichte Kehlen
Moos und Bewuchs
Sichtbare Schäden am Unterdach

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Wissenswertes zu Steildach – Eindeckung & Unterhalt

Eindeckungen für Steildächer

Tonziegel sind in der Schweiz die verbreitetste Eindeckung. Sie sind langlebig, in vielen Formen erhältlich – vom Biberschwanz bis zum Falzziegel – und prägen das Ortsbild vieler Gemeinden. Betondachsteine sind eine robuste Alternative. Naturschiefer ist besonders langlebig und wird in einigen Regionen traditionell verwendet. Faserzementplatten sind leicht und eignen sich für verschiedene Dachformen.

Metalleindeckungen aus Kupfer, Titanzink oder beschichtetem Stahl kommen bei flacheren Neigungen, modernen Bauten und Anbauten zum Einsatz. Die Wahl hängt von Neigung, Ortsbild, Budget und gewünschter Lebensdauer ab.

Unterdach und Hinterlüftung

Unter der sichtbaren Eindeckung liegt das Unterdach. Es leitet Wasser ab, das bei Schlagregen oder Flugschnee unter die Ziegel gelangt, und schützt Dämmung und Konstruktion. Zwischen Unterdach und Eindeckung sorgt die Konterlattung für eine Hinterlüftung, damit Feuchtigkeit abtrocknen kann.

Bei älteren Gebäuden fehlt ein Unterdach manchmal ganz oder es ist spröde geworden. In solchen Fällen ist eine reine Ziegelreparatur nur eine Zwischenlösung.

Kritische Details: First, Kehle, Anschlüsse

Die meisten Schäden am Steildach entstehen nicht in der Fläche, sondern an Details. Am First und an den Graten treffen Dachflächen aufeinander; hier müssen Firstziegel sicher befestigt und belüftet sein. In Kehlen sammelt sich viel Wasser, weshalb eine saubere Kehlausbildung aus Blech oder Ziegel entscheidend ist.

Anschlüsse an Kamine, Wände, Dachfenster und Gauben werden mit Blech oder Anschlussbändern ausgeführt. Löst sich eine solche Verbindung, dringt Wasser oft direkt in die Konstruktion ein.

  • Firstziegel und Firstmörtel
  • Kehlen und Grate
  • Kaminanschlüsse
  • Dachfenster- und Gaubenanschlüsse
  • Traufe und Ortgang
  • Schneefangsysteme

Schnee, Sturm und Hagel

Steildächer müssen in der Schweiz grosse Lasten tragen. Je nach Höhenlage sind Schneefanggitter oder Schneestopper Pflicht oder dringend empfohlen, damit Dachlawinen Personen und Fahrzeuge nicht gefährden. Bei Sturm sind besonders Ränder und Firste gefährdet; eine ausreichende Sturmklammerung der Ziegel ist heute Standard.

Hagel beschädigt vor allem ältere oder bereits poröse Ziegel sowie Lichtplatten und Blechteile. Nach einem Hagelzug lohnt sich eine Kontrolle, auch wenn vom Boden aus nichts zu erkennen ist.

Umdecken und Neueindecken

Beim Umdecken werden die bestehenden Ziegel abgenommen, Lattung und Unterdach erneuert und intakte Ziegel wieder verlegt. Das ist sinnvoll, wenn die Eindeckung selbst noch gut ist. Beim Neueindecken wird auch die Eindeckung ersetzt – oft kombiniert mit einer Dämmung von aussen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Dachsanierung.

Häufige Fragen

Fragen zu Steildach

Muss bei einer neuen Eindeckung auch das Unterdach ersetzt werden?+

Nicht zwingend. Ist das Unterdach intakt, kann es oft bestehen bleiben. Bei älteren Dächern ohne funktionierendes Unterdach ist ein Ersatz aber meist sinnvoll.

Gibt es Vorgaben für die Wahl der Ziegel?+

In geschützten Ortsbildern oder Kernzonen können Gemeinden Vorgaben zu Material und Farbe machen. Das sollte vor der Planung abgeklärt werden.

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